Omega-6:3-Verhältnis-Rechner: Schätze deine Balance

Zuletzt aktualisiert: Oktober 2026 · Lesezeit: 7 Min. · Alle Nährwerte mit Quelle

Trag ein, was du an einem typischen Tag bzw. in einer typischen Woche isst. Der Rechner schätzt daraus das Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren in deiner Ernährung – als Spanne – und zeigt dir die drei Stellschrauben mit der größten Wirkung. Felder, die nicht passen, lässt du einfach auf 0.

1. Öle und StreichfetteZum Kochen, Braten, im Salat und aufs Brot – in Esslöffeln pro Tag
2. Nüsse und SaatenPro Tag
3. Fleisch, Eier, Milchprodukte, Brot
4. FischPortionen pro Woche
5. Versteckte FetteWelches Öl darin steckt, weißt du meist nicht – deshalb rechnen wir hier mit einer Spanne von Rapsöl bis Sonnenblumenöl
mg EPA+DHA/Tag

Dein geschätztes Omega-6:3-Verhältnis

—
aus deiner Ernährung (Spanne)
—Omega-6 g/Tag
—Omega-3 g/Tag
—davon EPA+DHA mg/Tag

Omega-6 nach Quelle (g/Tag)

Omega-3 nach Quelle (g/Tag)

Deine Top-3-Stellschrauben

    Ernährung schätzen ist ein Anfang – messen zeigt, was ankommt

    Das Verhältnis auf dem Teller ist nicht das Verhältnis in deinen Zellen. Im Bluttest misst das Labor das Omega-6:3-Verhältnis in den Membranen der roten Blutkörperchen – zusammen mit dem Omega-3-Index. Weil Menschen sehr unterschiedlich reagieren, lohnt sich ein Test vorher und einer nach 3–4 Monaten (OmegaQuant).

    Messen – Ändern – Nachmessen: Im 6-Monats-Konzept sind 2 Tests enthalten – einer zum Start, einer zur Kontrolle. 6-Monats-Konzept ansehen* *Werbelink · Bestellung bei Eqology

    Transparenz: Wir sind Vertriebspartner von Eqology und erhalten bei Bestellungen über Werbelinks eine Provision; dein Preis ändert sich nicht. Einzeltests anderer Anbieter sind teils günstiger – fair gegenübergestellt im Testvergleich. Mehr dazu unter Transparenz.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die DGE nennt als Orientierung ein Omega-6:3-Verhältnis von 5:1 (Verbraucherzentrale, Stand 08.11.2025; DGE-Referenzwerte).
    • Den größten Einfluss hat meist das Speiseöl: Sonnenblumenöl enthält 65,7 g Omega-6 und kein Omega-3 je 100 g, Rapsöl 19,0 g Omega-6 und 9,1 g Omega-3 (USDA FoodData Central).
    • Das Verhältnis in der Ernährung ist nicht das Verhältnis im Blut. Wie viel EPA und DHA in deinen Zellen ankommt, zeigt nur eine Messung.

    So rechnet der Omega-6:3-Rechner

    Der Rechner multipliziert deine Mengen mit dem Fettsäuregehalt der jeweiligen Lebensmittel und addiert alles zu zwei Tagessummen. Als Omega-6 zählt Linolsäure (Fettsäure 18:2), die mit Abstand wichtigste Omega-6-Fettsäure in der Ernährung. Als Omega-3 zählen α-Linolensäure (ALA, 18:3) aus Pflanzen sowie EPA und DHA aus Fisch, Eiern und Präparaten. Wochenangaben (Fisch, Eier) teilt der Rechner durch sieben.

    Verhältnis = Summe Omega-6 (g/Tag) ÷ Summe Omega-3 (g/Tag)

    Weil manche Angaben unscharf sind, rechnet der Rechner zwei Szenarien: Im günstigen stecken in Fertigprodukten Rapsöl und in deinem Fleisch wenig Linolsäure (wie bei Rinderhack), im ungünstigen Sonnenblumenöl und viel Linolsäure (wie bei Hähnchen mit Haut). Daraus ergibt sich die Spanne. Für die Stellschrauben nutzt er den Mittelwert beider Szenarien.

    Rechengrundlage

    Alle Fettsäuregehalte stammen aus der US-Nährwertdatenbank USDA FoodData Central, Datensatz SR Legacy (April 2018), mit FDC-Nummer zum Nachschlagen. Portionsgrößen sind USDA-Standardportionen (Esslöffel, 1 oz, Scheibe), bei Fisch, Fleisch und versteckten Fetten Annahmen der Redaktion.

    LebensmittelPortionLA g/100 gALA g/100 gEPA+DHA g/100 gLA g/PortionALA (/ EPA+DHA) g/PortionQuelle
    Sonnenblumenöl1 EL = 13,6 g65,700,000,008,940,00FDC 171025
    Oil, sunflower, linoleic (approx. 65%)
    Distelöl1 EL = 13,6 g74,620,000,0010,150,00FDC 171026
    Oil, safflower, linoleic (over 70%)
    Maiskeimöl1 EL = 13,6 g53,521,160,007,280,16FDC 171029
    Oil, corn, all purpose
    Rapsöl1 EL = 14 g19,019,140,002,661,28FDC 172336
    Oil, canola
    Leinöl1 EL = 13,6 g14,3353,370,001,957,26FDC 167702
    Oil, flaxseed, cold pressed
    Olivenöl1 EL = 13,5 g9,760,760,001,320,10FDC 171413
    Oil, olive, salad or cooking
    Butter1 EL = 14,2 g2,730,320,000,390,04FDC 173410
    Butter, salted
    Margarine1 EL = 14 g22,252,040,003,120,29FDC 172346
    Margarine, regular, 80% fat, composite
    Walnüsse1 Handvoll = 28 g (1 oz)38,099,080,0010,802,57FDC 170187
    Nuts, walnuts, english
    Mandeln, Haselnüsse, Erdnüsse1 Handvoll = 28 g (1 oz)9,750,080,002,760,02FDC 170585
    Nuts, mixed nuts, dry roasted, with peanuts
    Sonnenblumen- oder Kürbiskerne1 Handvoll = 28 g (1 oz)23,050,060,006,530,02FDC 170562
    Seeds, sunflower seed kernels, dried
    Leinsamen, geschrotet1 EL = 7 g5,9022,810,000,411,60FDC 169414
    Seeds, flaxseed
    Fleisch oder Wurst (Spanne: Rinderhack bis Hähnchen mit Haut)1 Portion = 100 g0,40–2,570,06–0,110,00–0,050,40–2,570,06–0,11 / 0,00–0,05FDC 171797 · 167820 · 172936 · 171450
    Beef, ground 80/20, broiled · Pork loin, broiled · Salami, cooked · Chicken, meat and skin, roasted
    Eier1 Ei = 50 g1,560,050,060,780,02 / 0,03FDC 171287
    Egg, whole, raw, fresh
    Milch oder Joghurt1 Glas = 244 g (1 cup)0,120,080,000,290,18FDC 171265
    Milk, whole, 3.25% milkfat
    Käse1 Scheibe = 28 g (1 oz)0,260,390,000,070,11FDC 171241
    Cheese, gouda
    Brot1 Scheibe = 29 g1,450,160,000,420,05 / 0,00FDC 172686
    Bread, wheat
    Fetter Fisch (Lachs, Hering, Makrele) (Mittelwert der drei Fischarten)1 Portion = 125 g0,420,141,950,520,18 / 2,43FDC 175167 · 175116 · 175119
    Salmon, Atlantic, farmed, raw · Herring, Atlantic, raw · Mackerel, Atlantic, raw
    Magerer Fisch (Kabeljau, Seelachs) (Mittelwert)1 Portion = 125 g0,010,000,210,010,00 / 0,26FDC 171955 · 173725
    Cod, Atlantic, raw · Pollock, Alaska, raw
    Fertiggerichte, Chips, Gebäck, Frittiertes1 Portion = 10 g zugesetztes Fett19,01–65,700,00–9,140,001,90–6,570,00–0,91FDC 172336 / 171025
    Annahme: Rapsöl (günstig) bis Sonnenblumenöl (ungünstig)

    LA = Linolsäure (Omega-6), ALA = α-Linolensäure (Omega-3). Die Werte sind Durchschnitte; einzelne Produkte weichen ab. Margarine in Deutschland basiert oft auf Rapsöl und enthält dann mehr Omega-3 als der US-Durchschnittswert. „High-Oleic“-Sonnenblumenöl enthält nur 3,6 g Linolsäure je 100 g (USDA FDC 172338) – steht das auf deiner Flasche, trag es besser als Olivenöl ein.

    Warum 5:1?

    Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt für Erwachsene, 2,5 % der Nahrungsenergie als Linolsäure und 0,5 % als α-Linolensäure aufzunehmen (DGE-Referenzwerte, Stand Ableitung 2000). Rechnerisch ist das ein Verhältnis von 5:1, und so gibt es auch die Verbraucherzentrale als DGE-Empfehlung wieder (Verbraucherzentrale, Stand 08.11.2025). Wichtig: Das ist eine Orientierung für die Ernährung insgesamt, kein Grenzwert und kein Laborwert. Ein Verhältnis von 6:1 ist nicht „schlecht“ und eines von 4:1 nicht automatisch „gut“ – entscheidend ist auch, dass du überhaupt genug Omega-3 aufnimmst.

    Ernährungsverhältnis ist nicht gleich Blutwert

    Dieser Rechner schätzt, was auf deinem Teller landet. Im Bluttest misst das Labor dagegen das Omega-6:3-Verhältnis in den Membranen der roten Blutkörperchen. Dort zählen vor allem die langkettigen Fettsäuren wie Arachidonsäure, EPA und DHA. Den Unterschied macht die Umwandlung: Der Körper kann pflanzliche α-Linolensäure nur begrenzt in EPA und vor allem in DHA umbauen (Baker et al., Prog Lipid Res 2016, PMID 27496755). Wer sein Omega-3 fast nur aus Leinöl bezieht, kann deshalb auf dem Papier ein gutes Verhältnis haben und trotzdem wenig EPA und DHA in den Zellen.

    Wie viel EPA und DHA tatsächlich ankommt, beschreibt der Omega-3-Index. Was die Werte auf einem Befund bedeuten, erklären wir unter Omega-3-Index-Werte verstehen. Wie lange es dauert, ihn mit einer bestimmten EPA+DHA-Menge zu verändern, zeigt dir der Omega-3-Index-Rechner.

    Die wirksamsten Stellschrauben

    Weil Öle so viel Fett pro Esslöffel liefern, verschieben schon kleine Änderungen das Verhältnis deutlich:

    Zur Einordnung: Die EU-zugelassene Aussage „EPA und DHA tragen zu einer normalen Herzfunktion bei“ gilt ab einer täglichen Aufnahme von 250 mg EPA+DHA (VO (EU) Nr. 432/2012). Der Rechner zeigt dir, wie viel EPA+DHA in deinen Angaben steckt.

    Grenzen des Rechners

    Er erfasst die wichtigsten Fettquellen, aber nicht alles: Gemüse, Hülsenfrüchte, Süßigkeiten oder Restaurantessen fehlen. Portionsgrößen sind Durchschnittswerte, und die Nährwerte stammen aus einer US-Datenbank, weil sie dort einheitlich für alle Fettsäuren vorliegen. Auch Zubereitung und Tierfutter verändern die Fettsäuremuster. Nimm das Ergebnis deshalb als Größenordnung, nicht als Messwert – und als Hinweis, an welcher Stelle sich eine Änderung am meisten lohnt. Einen breiteren Blick auf deine Versorgung gibt dir der Omega-3 Status-Check.

    Häufige Fragen

    Welches Omega-6-zu-Omega-3-Verhältnis empfiehlt die DGE?

    Die DGE nennt als Orientierung 5:1 (Verbraucherzentrale, Stand 08.11.2025). Das ergibt sich auch aus den DGE-Referenzwerten für Erwachsene: 2,5 % der Energie aus Linolsäure und 0,5 % aus α-Linolensäure (DGE, Stand Ableitung 2000).

    Wie kann ich mein Omega-6-Omega-3-Verhältnis berechnen?

    Addiere Omega-6 (vor allem Linolsäure) und Omega-3 (ALA, EPA, DHA) aus deinen Lebensmitteln und teile die Summen. Die Gehalte findest du in Nährwertdatenbanken wie USDA FoodData Central – der Rechner oben macht das für die wichtigsten Fettquellen.

    Welches Öl hat das beste Omega-6-zu-Omega-3-Verhältnis?

    Leinöl enthält mehr Omega-3 als Omega-6 (53,4 g ALA zu 14,3 g Linolsäure je 100 g), Rapsöl liegt bei etwa 2:1 (9,1 g zu 19,0 g). Sonnenblumen- und Distelöl enthalten kaum Omega-3 (USDA FoodData Central).

    Ist das Verhältnis aus der Ernährung dasselbe wie im Bluttest?

    Nein. Im Bluttest misst das Labor das Verhältnis in den Membranen der roten Blutkörperchen. Dort zählen vor allem EPA und DHA, die der Körper aus pflanzlicher ALA nur begrenzt herstellt (Baker et al. 2016, PMID 27496755). Den echten Wert zeigt nur eine Messung – mehr dazu unter Omega-3-Index testen.

    Quellen

    1. U.S. Department of Agriculture, Agricultural Research Service. FoodData Central, SR Legacy (April 2018). fdc.nal.usda.gov – FDC-Nummern siehe Tabelle „Rechengrundlage“.
    2. Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Referenzwerte: Fett, essenzielle Fettsäuren. dge.de (abgerufen Oktober 2026)
    3. Verbraucherzentrale. Wie viel Fett am Tag gehört zu einer gesunden Ernährung? Stand 08.11.2025. verbraucherzentrale.de
    4. Baker EJ, Miles EA, Burdge GC, Yaqoob P, Calder PC. Metabolism and functional effects of plant-derived omega-3 fatty acids in humans. Prog Lipid Res. 2016;64:30–56. PMID 27496755
    5. OmegaQuant: Omega-3 Index Calculator (Empfehlung zum Nachmessen nach 3–4 Monaten; abgerufen Oktober 2026)
    6. Verordnung (EU) Nr. 432/2012 über zugelassene gesundheitsbezogene Angaben. EUR-Lex

    Medizinischer Hinweis

    Der Rechner liefert eine grobe Schätzung deiner Ernährung, keine Diagnose und keine Aussage über deine Gesundheit. Das Fettsäuremuster in deinem Blut zeigt nur eine Messung. Bei Erkrankungen, in Schwangerschaft und Stillzeit, bei Einnahme von Blutverdünnern oder vor größeren Ernährungsumstellungen sprich bitte mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.